Wir verändern uns ständig - um wir selbst zu bleiben
David Le Breton
Wem wirst Du gegenübersitzen?
Ein therapeutischer Prozess beginnt auch immer mit der Frage: Mit wem werde ich meine Geschichte teilen? Die therapeutische Beziehung ist ein zentrales Element des Prozesses, und es ist wichtig, sorgfältig zu wählen, mit wem wir uns auf die therapeutische Reise machen wollen.
Deshalb möchte ich Dir einen Einblick in meine Geschichte geben, Dir schildern, was mich bis hierher geführt hat und wie ich Psychotherapie verstehe.
Meine Verantwortung Dir gegenüber
Einen Menschen therapeutisch zu begleiten bedeutet für mich, behutsam ein Gefühl von innerem Zuhause, Verbundenheit und Ganzheit zu ermöglichen – in Beziehung zu mir selbst, zu anderen und zu meiner eigenen, schöpferischen Kraft.
Psychologische Begleitung zur Verarbeitung von belastenden Erfahrungen und zur Stärkung von Beziehungen sowie der eigenen Kreativität.
Mein Weg zur Therapeutin
Bereits als Kind faszinierten mich die unterschiedlichen Lebensweisen der Menschen und wie wir das Leid, das oftmals aus ihrem Ineinanderwirken hervorgeht, begleiten können. Ich bin in der deutschen und der andalusischen Kultur in sehr unterschiedlichen Kontexten aufgewachsen. Diese Verbindungen gaben mir die Möglichkeit, die Welt aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, unsere Zugehörigkeit, unsere Beziehungsmuster und unser Zusammenleben immer wieder neu zu hinterfragen. Ich entdeckte, wie kostbar Vielfalt sein kann, aber auch wie herausfordernd es ist, mit äußeren und inneren Widersprüchen umzugehen.
Als Jugendliche durchlebte ich eine tiefe Krise, die mich dazu brachte, selbst Psychotherapie in Anspruch zu nehmen. Dieser Prozess führte mich dazu, mich selbst und unsere Gesellschaft zu hinterfragen, Auswirkungen von Gewalt und Traumata zu erkennen und Räume für Sicherheit, Kreativität und Verbindung zu suchen und zu erschaffen. Damals erkannte ich, dass Therapie nicht nur bei der Verarbeitung von schmerzhaften Erfahrungen hilft, sondern auch die Qualität gegenwärtigen Erlebens und die eigene gesellschaftliche Teilhabe transformieren kann.
Nach meinem Studium der klinischen Psychologie wählte ich einen
humanistisch-integrativen Ansatz für meine Therapieausbildung: ich kombiniere
Elemente aus der kognitiven Verhaltenstherapie, Gestalttherapie, systemischen und somatischen Methoden, und habe mich auf die Bearbeitung von Traumata (EMDR), Gewalt und Genderfragen spezialisiert. Über die formalen Qualifikationen hinaus prägt meine Arbeit die feste Überzeugung, dass Gesundheit – auch psychische Gesundheit – nie allein eine individuelle Aufgabe ist, sondern immer auch eine gesellschaftliche.
Meine Werte
Auf meinem Weg habe ich immer wieder darüber nachgedacht, aus welcher Haltung heraus und mit welchem Ziel ich Menschen therapeutisch begleiten möchte. Heute habe ich zu drei für mich untrennbar miteinander verbundenen Säulen gefunden, welche zusammen das Fundament bilden, auf dem ich meine therapeutische Arbeit aufbaue:
1. Fachkenntnis
Angesichts der Verantwortung, die mein Beruf mit sich bringt, fühle ich mich verpflichtet, durch kontinuierliche Weiterbildung, Reflektion und kritisches Hinterfragen meines Tuns sowohl die Gesundheit der Menschen, die sich mir anvertrauen, als auch meine eigene stets im Blick zu haben.
Ich hatte das Privileg, in meinem Studium und meiner Ausbildung unterschiedliche psychologische und therapeutische Schulen kennenlernen zu dürfen. Ich betrachte und schätze wissenschaftlich fundiertes Wissen als eine solide Grundlage meiner therapeutischen Tätigkeit und versuche darüber hinaus auch, meine Kenntnisse durch weitere weniger akademische Quellen, Traditionen und Prägungen zu erweitern, die ich als ebenso unverzichtbar für eine stabile Gesundheit erachte.
2. Verantwortung
Für mich bedeutet therapeutische Begleitung, Verantwortung zu übernehmen für den Menschen, der mir gegenübersitzt. Ich gestalte die Beziehung aus einer tiefen Überzeugung um die Unerlässlichkeit von Transparenz, Respekt und Achtsamkeit heraus.
Auch Dynamiken von Macht und Unterdrückung sowohl innerhalb als auch außerhalb des therapeutischen Raums versuche ich aus meinem sozialen Bewusstsein heraus wahrzunehmen und zu berücksichtigen. Hieraus ergibt sich für mich eine klare gesellschaftliche Verpflichtung: Mein Handeln wird sich auf die Gemeinschaft auswirken – und in gleicher Weise wird sowohl meine eigener sozialer Kontext als auch der des Menschen, den ich betreue, Auswirkungen auf den therapeutischen Prozess haben.
Seit früher Kindheit habe ich mir selbst immer wieder gesagt: „Ich möchte die Welt einmal ein kleines bisschen besser zurücklassen, als ich sie vorgefunden habe.“ Dieser frühe Impuls bewegt mich unter anderem dazu, der seelischen Gesundheit meiner Patient*innen, wie auch meiner eigenen, Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten.
3. Intuition
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mehr sind als die Summe unseres Fachwissens, unserer Kenntnisse und unseres sozialen Gewissens. Wir tragen Energie, Kreativität und Spiritualität in uns – in all der Vielfalt an Bedeutungen, die diese Begriffe für unterschiedliche Menschen enthalten können. Wir sind mehr, als wir benennen können, und es wird immer Neues und Unerklärliches für uns zu entdecken geben. Intuition bedeutet für mich, über das Sicht- und Fassbare hinaus diesen Quellen zu lauschen, die uns leiten und tragen können. Im therapeutischen Prozess möchte ich auch für diese Kräfte offen sein.
Mehr über meinen psychotherapeutischen Werdegang
(Eye Movement Desensitization and Reprocessing) Imaya Institut . Girona . April 2025
Institut Gestalt, Mentoring bei Marta Mariñas · Barcelona · 2022 – laufend
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Universität Granada und Universitat de Barcelona · 2016 – 2021
Escuela Gestalt de Cataluña (EGC) · Barcelona · 2017 – 2021
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Theaterakademie Köln · Colonia (Alemania) · 2014 – 2015
Wir verändern uns ständig - um wir selbst zu bleiben” David le Breton
David Le Breton